Geht nicht gibt's nicht

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Sonntag, 19. August 2012

Blogger Bildbearbeitung


Die Bildbearbeitung für den Blog soll schnell gehen. Man hat eine Idee, besorgt sich die entsprechenden Fotos und möchte alles zusammen platzieren. Aber hier fängt die Arbeit an. Das Template meines Blogs verlangt die Bildchen, die in der Voranzeige dargestellt werden, schön im 4:3 Format. Alles, was von meiner Kamera kommt, hat schon mal 3:2 Format. Und dann möchte man gerne einen Ausschnitt erstellen oder nochmal eben die Schatten aufhellen.

Freeware Bildbearbeitung

Der Freeware-Fan greift für die Bildbearbeitung vielleicht zu den Universaleditoren Gimp oder PC-Paint. Aber die Ladezeiten sind fast unerträglich. Ähnlich bei Photoshop. Wenn man mal nach Pareto an die Sache herangeht, dann fallen zu 70-80% Standardaufgaben an. Da reicht ein einfacher Fotoeditor aus. Eine Freeware, die fast schon überkomplett ist, ist PhotoFiltre - portabel vom USB-Stick lauffähig. Damit lassen sich folgende Aufgaben sicher erledigen:
  • Ausschnitte erstellen
  • Leinwand vergrößern
  • Farben ändern
  • Grafikformate ändern
  • Freistellen (mit der Polygonzugfunktion)
  • Retuschieren (bis hin zu kompletten "Fälschungen" wie 60-Euro-Scheinen)
  • Geometriekorrektur (Geraderichten)
und vieles mehr. Ein Beispiel für ein Qick & Dirty freigestelltes Foto ist hier zu sehen. Neben dem Freistellen mit der Polygonzugfunktion wurde die Leinwand verbreitert und das Bild auf .PNG umformatiert. Bei der Polygonzugfunktion muss man gar nicht 100% dem Umriss folgen, man kann hier auch Quick & Dirty vorgehen - sieht trotzdem noch gut aus.

Geht es darum, die Belichtung eines Fotos zu korrigieren, greife ich zu JPGilluminator, einer ebenfalls portablen Freeware, die fast alle Aufgaben aus dem Bereich der Belichtungskorrektur lösen kann. Eine weitere vielgenutzte Stärke ist das Zuschneiden sowie die Geometriekorrektur inklusive Kissen/Tonnen-Entzerrung. Häufig benötigt man für eine Illustration eine direkte Front- oder Draufsicht, die Aufnahme ist aber etwas winklig aufgenommen. Kein Problem, mit einer Vielzahl von Möglichkeiten lassen sich auch fast hoffnungslose Fälle geraderichten.



Haupstärken von JPGilluminator:
  • Belichtungskorrekturen
  • Farbe nach Schwarzweiß wandeln
  • Zuschnitte
  • Geometrieentzerrung 
Ein Beispiel sieht man in meinem Profil. Das Foto entstammt eigentlich einer Reihe von Testaufnahmen mit dem IR-Auslöser meiner Nikon. Da ich aber auf die Schnelle nichts anderes hatte, wurde dieses Bild dann bearbeitet: drehen, um Dynamik zu erhalten, 1/2 zu 2/3 Bildaufteilung, Licher aufhellen (Gesicht), Schatten abdunkeln (Hintergrund), Dynamikbereich anpassen, schärfen, dann nach Schwarzweiß unter Verwendung von Günfiltern wandeln (alles mit JPGilluminator) und dann mit PhotoFiltre lediglich nach .PNG wandeln. In einem weiteren Beispiel wurde zunächst eine Geometriekorrektur mit JPGilliminator durchgeführt ("Ausrichten"), dann eine Belichtungsanpassung vorgenommen und anschließend das Ganze mit PhotoFiltre freigestellt und nach .PNG konvertiert. Wenn man genau hinschaut, kann man am Quarz erkennen, dass hier etwas nicht stimmt. Wenn ich nämlich direkt von oben auf das Bauteil schaue, kann ich von seiner Seite eigentlich nichts sehen. Aber das fällt erst bei genauem Hinschauen auf...
Beide Tools übernehmen Daten aus der Zwischenablagen, so dass ein Hin-und Herkopieren zwischen den Tools kein Problem ist. Das Abspeichern in Formate wie .PNG oder .GIF sollte dann über PhotoFIltre erfolgen, da JPGilluminator nur .JPG oder .BMP versteht.

Photoshop werfe ich nur noch an, wenn ich gezielt Ebenen manipulieren muss oder mit Action-Skripten eine ganze Reihe von Bildern nach demselben Verfahren manipulieren muss, z.B. um den auf jedem 2ten Blog favorisierten Polaroid-Retro-Look zu erzeugen.

Aber selbst hier greife ich nur dann zu Photoshop, wenn sich die Arbeit nicht mit ImageMagick erledigen lässt, dem Scheizer Messer für Skriptexperten. Die beiden erstgenannten Freewaretools kann ich gerade in dieser Kombination nur jedem ans Herz legen. Selbst während der Arbeit nutze ich diese Tools bereits seit vielen Jahren gerne, weil sie einfach einen schnellen Arbeitsablauf unterstützen, wenn mal eben schnell etwas bearbeitet werden muss.

Fazit

Eine schnelle Bildbearbeitung vom USB-Stick ist kein Hexenwerk und lässt sich mit zwei kleinen Freewaretools mit zusammen weniger als 8MB Platzbedarf sicher erledigen.

Downloads

PhotoFiltre Portable vom Hersteller
JPGilluminator vom Hersteller

1 Kommentare:

  1. Toller Artikel! Das Programm muss ich auch mal ausprobieren... :)

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